Samstag, 4. Februar 2023

FC 1980 Wien - SV Schwechat

Testspiel gegen einen Ligakonkurrenten: FC 1980 Wien trifft auf den SV Schwechat und ein nettes Spiel bei unwirtlichen Bedingungen begann. Die Heimischen trafen quasi mit Anpfiff zum 1-0 und es dauerte eine Zeit, bis Schwechat zurückschlug, Pausenstand war 1-1. In der zweiten Hälfte wieder ein Spiel auf Augenhöhe, der logische Endstand war 2-2. Der Schiedsrichter war gut. 





 

Samstag, 28. Januar 2023

Test(?)spiel gegen Guntramsdorf

 Es ist Winter, es schneit, der Platz muss geräumt werden. Oder auf gut Wienerisch: Mätsch gegen Guntramsdorf! Tja. Die U23 war noch ganz amüsant, unsere Burschen gewannen sicher mit 6-3 gegen die Gäste, alles pipifein, auch wenn der Platz durch den anhaltenden Schneefall ein bisserl weiß war. Aber es hat keinen gstört, die Leut warn glücklich und das Spiel eigentlich eh okay.

Die KM dagegen war ein bisserl komisch. Gut, dass man in einem Testspiel neue Spieler testen will ist für das Wiener Schiedsrichterkollegium etwas voll Neues, geradezu Revolutionäres. Hamma no nie ghabt. Was den Leutn immer so einfallt. Pffff. Geht goa ned.

Zur Vorgeschichte: Guntramsdorf wollte drei neue Spieler testen, die logischerweise noch nicht bei Guntramsdorf gemeldet sind – no na. Vor Ende der Übertrittszeit – Schiri merke auf: das ist der 6.2. – wird das vermutlich a klanes Problem sein. Ausser ma will sich irgendwelche Bloßhapertn eintreten. Tut aber kein normaler Verein. Daher testet ma  sie. Logisch.

Langer Rede, kurzer Sinn: Der übermotivierte Schiri – vermutlich war des seine erste Europacuppartie – hat sich geweigert, anzupfeifen. Also Spielabbruch.

Da mir aber in Favoriten san, hamma trotzdem gspielt. Mit einem Schiri. Danke Juri.

Das Spiel selber – obwohl es nie stattgefunden hat – war ein sicherer 3-0 Sieg, nimmt ma die (richtig gepfiffenen) Abseitstore dazu wars sogar ein 6-0. Keine schweren Regelverstösse, alle ham ihrn Spass ghabt wenn ma dem Trainer der Guntramsdorfer glauben durfte und guad wars.

Das Bonmotscherl des Tages lieferte dann no a Zuschauer: „Jetzt bin i steif wia a Brokkoli!“

In diesem Sinne: Sch(n)ee woars.
















Freitag, 16. Dezember 2022

Ein Schuss, ein Tor, wir jubeln !

 


De Spüla

 

Was braucht a Fussballverein? Jo richtig, Spüla. Also Spieler um es auch auf Hochdeutsch zu schreiben, damit die Fussballfreunde jenseits der Weißwurstgrenze den Text auch verstehen.

Ein guter Fussballverein braucht gute Spieler. Die sind wichtig, weil man sonst keine Mannschaft und keinen Erfolg hat. Ich hab ja schon den Rest der ganzen Partie gelobt, jetzt dürfen auch die Spieler vor den Vorhang.

Da ist es egal ob Kinder, Jugend- oder Kampfmannschaftsspieler – sie alle garantieren mit ihrem Können, welches sie in jahrelangem Training erwerben, für unseren Erfolg. Immerhin sind wir in der höchsten Liga des Bundeslandes und damit auch an der Schwelle zum semiprofessionellen Fussball.

Also simma in der Tramwayliga. Bis auf zwei Vereine, die jenseits der Grenze bei den Furchengängern sind, haben wir alles in einem engen Radius. Vor allem in Favoriten haben wir mit dem FAVAC und der Wienerberg gleich zwei Bezirksrivalen, die wir in der Herbstsaison gut gefordert und – siehe Wienerberg – auch besiegt haben. So a "Dörbisieg" is halt immer das Scheenste.

Hat sich die Kampfmannschaft anfangs der Saison noch ein wenig auf die neue Liga einspielen müssen, um dann ihr ganzes Können präsentieren zu dürfen, war die U 23 gleich von Anfang an auf dem Punkt gekommen. Sie gwinnen zwar nicht alles, können aber jeden Gegner schlagen. Gut so. Danke Burschen, danke Trainer. Die beiden sind übrigens einen eigenen Text wert, finde ich. Mach ich, wenn mir was Gscheids einfallt.

Bei der KM kam mit den neuen Spielern viel Schwung hinein, die Verteidigung steht, das Mittelfeld, ohnehin immer gut besetzt, kann sich mit jeder anderen Mannschaft messen und ja auch im Sturm werma immer besser. Hoffen wir, dass es in der Vorbereitung und Frühjahrssaison zu keinen gröberen Verletzungen kommt und dann wird es sich mit einem einstelligen Platz nach der ersten Stadtligasaison sicher ausgehn.

Ich will jetzt hier keinen Spieler besonders hervorheben, weil wir als Mannschaft gwinnen und verlieren und aus diesem Grund möcht ich mich bei Allen für die geile Herbstsaison bedanken. Da gabs schon Höhepunkte, die einem das Herz aufgehen lassen. Union Mauer zum Beispiel. Denen hamma wirklich den letzten Nerv gezogen und den Punkt meisterlich erkämpft.

Oder im Cup, wo wir die Ostbahn in einem lustigen Spiel in die Schranken gewiesen haben und nun im Frühjahr tatsächlich auf den Cupsieg gehen können. Gut, die Helfort könnt noch ein kitzekleines Problemchen werden, da ma bei erna spün, aber: des pack ma scho.

Und dann gibts eigentlich kaum wen, der uns davon abhalten kann, im Stadion den Sieg zu feiern. Im Stadion ! Jeder will mal dort spieln und ich denk, dass das die Krönung der Saison werden könnte bzw. wird. I bin ja ein bisserl stur aber ich glaub fest dran. Überzeugts mi, überzeugts uns.

Bis zum nächsten Spiel im nächsten Jahr wünsch ich gute Erholung, machts kann Bledsinn, feierts schön und überhaupt: Mir sehn uns 2023!




Mittwoch, 14. Dezember 2022

Trainer sein is manchmal schön

 


Die Nachwuchstrainer

 

Ein paar Leut hab ich noch vergessen: Die Nachwuchstrainer.

Ohne Sie gibts keinen Nachwuchsfussball sondern nur ein Parkkickerl. Oder Rudelfussball mit anschliessender nonverbaler Ergebnisdiskussion. Sprich – es macht weder Spass noch Sinn. Also leistet sich jeder Verein Nachwuchstrainer. Die machen das mit voll viel Einsatz und wenig Lohn (wenn überhaupt), investieren Zeit und Arbeit in ihre Mannschaften damit sie Erfolg haben. Erfolg schweisst zusammen, formt eine Mannschaft und zeigt, was Freundschaft und – man darf es heute ja fast nicht mehr sagen ohne dass man komisch angeschaut wird – Kameradschaft. Böses Wort. Pfui. Aber es gibt kein Besseres, wer eines weiß und hier kundtut bekommt einen Schlecker. Versprochen.

Ich gendere auch nicht, wie ihr vielleicht mitbekommen habt. Dafür bin ich zu alt, zu dumm und zu faul. Wer meine Texte nicht verstehen will, dem kann ich nicht helfen weil dann ein etwaiges Gendern meine Wörter nicht verständlicher macht. Sprich, der Mensch hat halt beim Lesen Pech.

Okay, zurück zu den Nachwuchstrainern.

Sie kennen ihre Spieler, ihre Stärken und Schwächen, fördern oder korrigieren diese, entwickeln die Persönlichkeiten und sind auch Vorbilder für die Kinder und Jugendliche. Manch ein Spieler konnte schon vom Einsatz des Trainers profitieren. Man spricht nicht darüber, man macht es. Diesmal brauch ma es ned Gendern weil die Trainer alle männlich sind.

Es is dabei egal, in welcher Altersstufe die Trainer ihr Können einsetzen, jedes Kind, jeder Jugendliche ist einzigartig und entwickelt sich eigenständig. Die Summe dieser Kinder und Jugendlichen ergibt dann eine gute oder weniger gute Mannschaft. Dabei soll der Spass am Sport, am Training, an den Bewerbsspielen nicht zu kurz kommen, schliesslich ist es die schönste und wichtigste Nebensache der Welt: Fussball !

Es ist ja auch schön für die Trainer wenn ihre Mannschaft am Ende des Tages ganz oben ist, gut gespielt hat, einen schönen Fussball geboten hat und überhaupt das Ganze eine runde Gschicht geworden ist.

Danke meine Herrn !




Oh du Fröhliche

 


So kurz vor Weihnachten is die beste Zeit, die Leute, die hier hackln oder ihre Freizeit verbringen, vor den Vorhang zu holen und zu loben. Gut, mancher sagt auch schleimen, is aber egal wiest es nennst, Hauptsache, den Leutn gfallts.

Irgendwie will ja Jeder irgendwann globt werden, also mach ma das. Ich schreib hier über Leute, über die man mal positiv reden sollt und die sich ein paar Zeilen verdient haben. Weils einfach leiwande Menschen sind.

I bin ma zwar ziemlich sicher, dass ich irgendwen furchtbar Wichtigen vergess (und der sich dann voll beschwert) aber ich hoff, die Leut, die ich hier erwähne, freun sich. Man kanns halt ned jedem recht machen – und ich wills auch gar nicht.

Manche Leut gibts halt und das is auch schon wieder das Ende der Geschichte. Also meiner Geschichte. Vielleicht will, kann und darf ja wer Anderer was drüber schreiben, I tuas ned. Ned weil i bösartig bin sondern weil ma nix dazu einfällt.

Also bleib ma bei denen, die ma loben wolln.

Die Eltern der Nachwuchsspieler zum Beispiel. Da gibt es viele Eltern, die mit ihren Kindern herkommen, ihnen zuschaun, sie anfeuern und dann mit den Sprösslingen wieder gehen. Wie sichs halt so als Familie ghört. Die Andern, die den Fussballverein mit einer Rundum- bzw. Nachmittagsbetreuung verwechseln, vergess ma schnell. Hat ja eh keinen Sinn, drüber groß zu reden. Jeder Verein hat die Einen und die Anderen und dieselben Probleme mit Letzteren. Is halt so. Gottes Tiergarten is groß.

Aber jene Eltern, die genauso brav wie die Kinder mit dabei sind, die muss ma loben. Is ja immer ein Zeitproblem – und Zeit ham die meisten Leut heut ned zu verschenken. Daher ein großes Bravo !

Und Danke natürlich !

Auch denen, die beim Dekorieren, Reinigen, Wäsch waschen und sonstigen Dummheiten fleissig mit dabei sind. 

Ihr seids großartig !




Wen hamma noch vergessen ?

Also wir ham mal:

Den Platzwart

Den Kantineur

Den Vorstand

Die Bande

Den Scheffe

Die Nachwuchstrainer (verspätet)

und die Eltern.....

 

Sollt passen, oder ?


Hier kommt Kurt

 


Der „Scheffe“

 

Jeder Verein braucht einen „Scheffe“. Nicht nur, weils mehr hermacht, sondern auch weil es einen geben muss, der sagt, was zu tun ist. Der das Geld verwaltet, der den Platz organisiert, der den Spielbetrieb und die Spieler bestimmt – sprich, einen Menschen, der viel Arbeit, wenig Ruhm und die ganze Verantwortung tragen darf. Oder muss. Kann man sehen wie man will.

Jedenfalls braucht jeder Verein im Verband einen solchen Menschen, ob er sich jetzt Obmann, Präsident, „Scheffe“ oder sonstwie liebevoll nennen lässt (oder wie die Leut so schön sagen: Oberwappler, natürlich nur hinter seinem Rücken), so einen Menschen musst mal finden. Also einen, der den Verein nicht gleich volley gegen die Wand fährt, irgendwelche Gschäftln mit ihm macht oder einfach „vergisst“ die notwendigen Zahlungen zu leisten. Sprich, er muss a ehrliche Haut sein sonst wird er in dem Gschäft ned wirklich alt.

Wir ham da so jemanden, der das schon urlang macht. Beim ÖFB gibts ja eine supertolle Datenbank, da kann man alles eruieren. Also unser Obmann is schon seit 1986 (!!!) Obmann des Vereines, eine unglaublich lange Zeit. 36 Jahre macht er den ehrenamtlichen Job schon. In dieser Zeit ist der Eiserne Vorhang gefallen, haben wir das Millenium überstanden, ist Jugoslawien und die Sowjetunion zerfallen und die EU erweitert worden, gabs einen Finanzcrash, Facebook, Smartphones, Twitter und Corona. Und grad den Ukrainekrieg. Unser Obmann is immer noch da. Und pumperlgsund.

So mit der Zeit dürft er sich im Fussballverband unentbehrlich gemacht haben. Gut, dort braucht man immer Leute, die ihre Murmeln beisammen haben da der Alterschnitt und die damit verbundenen Problematiken sehr hoch sind. Ausserdem ist da ja noch irgendwas mit Zahlen, Finanzen nennt man das wohl. Also da braucht man Jemanden, der sich auskennt und rechnen kann.

Dafür hat ihn der Verband mit allerlei Ehren überhäuft: Das Sportehrenzeichen der Stadt Wien, die Goldene, Silberne und Brozene „Pletschn“ des WFV, das Verbandsabzeichen des ÖFB und sie ham ihn in einem Anfall von Genialität zum Vizepräsidenten des Wiener Fussballverbandes gemacht. Chapeau, „Scheffe“.

Die Datenbank sagt aber noch mehr: 13.639 Spiele gab es unter seiner Patronanz (ich hoffe die fleissigen Hamster drinnen haben sich nicht verzählt). Da schaut ma erstaunt. Jo, da guckst.

Und wie erstaunt werma erst schauen, wenn er auf einmal nimmer da is.

Ich weiß, das passiert ned, aber trotzdem.

„Scheffe“ bleib so und vor allem: Bleib da, hörst ?

 

Kurt Lanscha | oefb.at

Die Leut am Platz

 


Jura-Säufer-Bande


Kennt ihr auch diese Kantinengespräche, aus denen sich etwas entwickelt ? Schon, oder ?

Bei uns am Platz gibt es ja einen gesicherten Stamm an Kantinen- und Fussballplatzgehern + Geherinnen, die sich natürlich auch immer wieder gut unterhalten. Entweder sie spielen Karten oder Dart oder sitzen einfach nur faul herum und reden über alles Mögliche. Weltherrschaft und so.

Viele von uns kommen aus der unmittelbaren Platzumgebung und kennen einander, andere sind erst am Platz dazugestossen und komplettieren unsere recht bunte Mischung an Leuten, die sich hier treffen. Vieles ist schon aus diesen Gesprächen entstanden.

Dartturniere, Kartendipplmeisterschaften, Glühweinstandln oder auch Grillereien. Manch einer kann auch Malen und hat sich schon in der Kantine künstlerisch betätigt – war eine lustig depperte Arbeit das Ganze aus- und wieder einzuräumen – oder hat uns eine nette Holzhütte zur Verfügung gestellt, die eifrigst benutzt wird. Ja und einen Top-Mechaniker, der Alles Mögliche und Unmögliche zusammeflickt und schon Vielen hier geholfen hat, hamma auch noch. Er ist zwar immer „undercover“ da, aber man erkennt Fachleute halt. Und dann gibts da no den Schreihals. Jeder Platz und jeder Verein hat so einen, des is ganz, ganz wichtig. Weil sonst ka Stimmung is, wenn die Mannschaft spielt. Immer nur schimpfen und auspfeifen is aa irgendwann fad.

Ja, jedenfalls gab es mal so ein Gespräch untereinander, es wurde geblödelt und dann kam ein normalerweise etwas stu(h)r wirkender Mann drauf, dass ma ja eigentlich eine Bande sind, die „Jura-Säufer-Bande“. Haha, guter Gag ist doch eine Quergasse weiter eine mit „Jura-Soyfer-Gasse“ benamste Verkehrsfläche vorhanden. Also hamma uns gedacht, dass das eigentlich ein super Name für unsere trinkfeste Fussballplatzpartie wäre.

Schwupps, Transparent vorhanden. So ganz von alleine wars auf einmal da.

Prost !

Danke Stuhrli