Montag, 2. Februar 2026

Die ersten Testspiele

 

FC 1980 Wien – Marienthal TEST

Der erste Test im Kühlschrank steht an und es gab erstaunlicherweise einige Leute, die sich das Spiel anschauen wollten. Also Spiel – ja, kann man dazu sagen obwohl aufgrund der sehr unterschiedlichen Ligen und des – sagen wir mal so: rutschigen Bodens – etwas weitgefasst ist. 11-2 war der Endstand und wir alle glücklich, wieder im Warmen sitzen zu können.





Wr. Viktoria – FC 1980 Wien TEST

 

Es ist Donnerstagabend der 29. Jänner 2026 und der FC 1980 Wien testet gegen den Regionalligaklub Wiener „VVV“iktoria. Bitte immer so nennen, ihr könnt damit Toni Polster ärgern, der das nicht hören will. Er will lieber „Wick“toria hören. Ist halt leider falsch, denn du sagst auch „VVVoll“trottl und nicht „Woll“trottl, nicht. Na gut, nachdem wir das geklärt haben gings ans Ballspielen, der Schiedsrichter pfiff fünf Minuten früher an als erlaubt – Minuspunkt bei der Beobachtung – und ein munteres Spiel begann.


Die von Toni Polster, also eigentlich von Rojgar Kadir gecoachte „VVV“iktoria spielte eigentlich nicht wirklich besser als unsere Burschn. Man merkte keinen Unterschied. Logischer Endstand: 1-1. Jo das geht schon so. Wir sind weiterhin ungeschlagen.






Sonntag, 30. November 2025

Fanclubs in der Kleinfeldliga

 

Auf unserem Platz gibt es ja seit einigen Jahren die Kleinfeldliga. Sechs Burschen spielen gegen andere sechs Burschen auf dem halben Platz auf 5m Tore. Soweit so klar. Spielzeit 2x30 Minuten, die Schiris kommen vom Wiener Fussballverband (sagen sie halt). Die Spiele sind teils gut, teils ausbaufähig, Hauptsache sie machen allen Spaß. Sowohl den Spielern als auch den Zuschauern. Und die kommen recht zahlreich, um ihre Mannschaften zu unterstützen. Seit 2022 gibt es aber auch regelrechte Fanclubs, die für Stimmung sorgen. Nicht immer lautstark aber trotzdem. Sie supporten.

 

Begonnen hat es mit den „Driberger Jungs“, die mit Anhang und Transparent aufgetaucht sind. Das war im Frühling 2022 als Jedermann bzw. Frau (Gendern – Sooo wichtig!) wieder ins Freie wollte, um etwas auszuspannen. Am besten beim Fussball.

 


Dann gab es eine in rosaschwarz gewandete Mannschaft – der Name ist mir leider entfallen – die mit Fahnen auftauchten. Leider spielten sie nur kurz am Platz, warum das so ist weiß ich leider nicht.

 


Eine weitere Mannschaft, die mit Unterstützern gekommen ist, sind die „Geited United“, also die Vereinigten Geißen wie der Verein aus dem Holländischen übersetzt heisst. Ihre Vereinsfarben sind rosa-grün. Schräge Kombi.

 


Zeitgleich waren auch die Jungs der „Wiener Eintracht“ vor Ort, die in hübsche Schwarzweiß gewandet auftauchten. Ihre Schals sind etwas Einzigartiges, ist doch der Vereinsname teilweise auf Koreanisch geschrieben worden. Ihre beiden Mannschaften werden immer von mindestens einem Dutzend Fans unterstützt.

 


Die Krönung sind aber die „Spice Balls All Stars“: mit ihrer „Brigata Piccante“ sind sie eine Liga über den anderen Supportern. Mit Fahnen, Trommel und Megaphon zaubern sie eine durchaus lautstarke und brauchbare Unterstützung zusammen. 

Die jüngsten Fans, die auf unserem Platz aufgetaucht sind – so mit Transparent und Trommel (die lustigerweise lauter BVB Pickerl drauf hat) sind die Damen und Herren des „FC Augarten“. Mal schauen was aus ihnen wird.

Generell finde ich es sehr erfrischend, wenn Stimmung am Platz ist, wenn die Leute ihre Freunde unterstützen und dabei auch Flagge zeigen, die Frage ist aber eigentlich: Warum klappt das bei den Verbandsmannschaften so schlecht und warum gehen diese Leute lieber in die Kleinfeldliga als zum „großen“ Fussball. Trotz Nachfrage habe ich die Geschichte noch nicht auflösen können.

 

Aber immerhin: Fussballbegeisterung ist da und das ist ja wohl das Wichtigste, dass es gibt.

Mittwoch, 26. November 2025

FC 1980 Wien - Wienerberg

 UNGESCHLAGEN…..

 

……und der Derbysieg.

 


Im letzten Spiel des heurigen Jahres war der SV Wienerberg zu Gast. Ja genau, die blauweissen Ziaglbehm vom Schotterteich. Die waren ebenfalls ungeschlagen. Bis heute. Dann nicht mehr. Sehr zu ihrem Ärger. Aber das ist halt ihr Ärger.

 


Bei klirrendschönem Wetter – es ist Zeit für Punsch und Glühwein – fanden sich erstaunlich viele Menschen auf dem Platz zusammen. Darunter auch eine Abordnung der Ziaglbehm, die allerdings schon in der Pause den Spaß an der Veranstaltung verloren haben und wieder in den Teich schwimmen gegangen sind.

 


Die Partie war tatsächlich eine Spitzenpartie, kämpferisch, spielerisch recht fein und auf hohem läuferischen Niveau. Gut, da kann einem nicht so kalt werden aber gut. Uns hats gfallen. Und nach einigen Aufregungen – so wollte Wienerberg den Helfortspielern einiges nachmachen (hat nicht geklappt) – konnten wir den 2-1 Derbysieg feiern. Und dass wir als einziges Team bisher noch ungeschlagen sind.

 


Der Rest war Trinken.

Sonntag, 16. November 2025

Der Nachwuchs am Wochenende

 Nachwuchsnachbetrachtung

 

Dieses Wochenende, beginnend mit Freitag hat der Nachwuchs des FC 1980 Wien auf der heimischen Anlage gespielt. Ich habe mir einige Punktemannschaften angesehen und will hier jetzt eine kurze Nachschau halten:

 

Freitagabend begann das Wochenende mit der Partie der U 17 gegen die „chinesische“ Mannschaft Ess-Ling. Keine Ahnung warum die in Wien spielen, ist aber auch egal. Jedenfalls war die Gästemannschaft deutlich überlegen und gewann das Spiel mit 4-0, was auch in dieser Höhe in Ordnung ging. Überschattet war die Partie durch eine schwere Verletztung eines 1980 Wien Spielers, an dieser Stelle Gute Besserung. Hoffentlich hat der Krankenwagen das Spital gefunden, bei unserem Platzeingang ist er jedenfalls beinhart vorbeigefahren.

 


Samstag ging es dann tagsüber weiter mit dem Kräftemessen zwischen den Chinesen und dem FC 1980 Wien. Die Gäste hatten auch einige Fans samt Transparenten, komischerweise auf Deutsch und Englisch geschrieben dabei und da durften wir feststellen, dass auch einige Marchfelder Frösche unterstützten. Quak.

 


Am Abend spielte dann die U 18 gegen Wiener Akademik und konnte ganz klar mit 5-0 gewinnen. Zu den Gästen muss man sagen, dass ich selten eine fairere Mannschaft erlebt habe, sowohl Spieler als auch Trainer(Obmann) waren diszipliniert. Kein lautes Wort, kein Schimpfen – Gar nichts.

 


Am Sonntag spielten wir dann mit der U 14 gegen SUSA Wien (war eine blödsinnige 1-3 Niederlage) und mit der U 16 gegen Austria XIII, von denen wir ziemlich eine aufs Mützerl bekommen haben. Ein eigentlich gebrauchter Tag. Und dann kamen die Untermieter. Den Bericht habe ich ja schon geschrieben.



Von unseren Untermietern

  

DSG ist Krieg…..

 



….vor allem wenn Torpedo Hietzing gegen Los Andes spielt. Dazu noch ein Schiedsrichter, der nicht so genau weiß, was er macht – Zack ein Spiel, das sich „sehen“ lässt. Doch beginnen wir – no na – mit dem Anpfiff. Torpedo Hietzing kommt recht gut aus den Startlöchern und sofort zu guten Chancen. Die Gäste wirkten ein bischen unorganisiert und so konnte Torpedo durch eine schöne Aktion – Ball nach rechts, der Stürmer läuft in den Strafraum, passt scharf nach links quer durch den 16er und sein Kollege schiesst zum 1-0 ein.


Das passte dem Fünfer (zugleich der Kapitän) nicht so sehr und er begann zu pöbeln. Vielleicht hatte er auch nur Hunger, man weiß es nicht. Pro-Tipp: die Spieler vor dem Match immer füttern. Gut. Weiter im Text.

Torpedo blieb gefährlich, ein platzierter Schuss konnte vom Schlussmann von Los Andes hervorragend abgewehrt werden, was einige Spieler der Gäste dazu ermutigte, ebenfalls mit der Hand zu spielen. Vielleicht waren es aber nur Handballer. Der Schiri jedenfalls sah nichts.

Mit einem blinden Schiri im Gepäck wurde das Spiel härter, immer wieder versteckte und weniger versteckte Fouls der Gäste, die zu zwei schön herausgespielten Chancen kamen, die vom Schlussmann von Torpedo allerdings hervorragend abgewehrt wurde. Dann schoss ein Gästespieler den Ball bei einem Out im Irgendwo weg – er kassierte die erste von 11 Gelben Karten im Spiel. Dummheit gehört „belohnt“.

Als dann bei einem Zusammenstoß beide Spieler liegengeblieben sind gab es eine kurze Unterbrechung, weil der Schiri ganz fasziniert die Szenerie beobachtete. Nach einigen Minuten ging es für beide Spieler weiter, der Gästespieler hat sich dafür extra einen schicken Turban binden lassen.


Wie es so ist, wenn der Spielleiter ein etwas lahmer ist wurde das Spiel nicht besser. Das motivierte die Nummer Acht von Torpedo (auch der Kapitän) zu einigen motivierten Aussagen.

Eine (weniger) lustige Episode war noch das Eintreffen der Rettung, ein Spieler von 1980 der nichts mit der Partie zu tun hat konnte nicht mehr richtig gehen, Nerv eingeklemmt (oder so). Schon der zweite Verletzte im Nachwuchs dieses Wochenende.

Los Andes kam jetzt besser ins Spiel und konnte nach einem wunderschönen Angriff zum 1-1 ausgleichen. Es war eigentlich eine Kopie des Torpedotores nur von der anderen Seite.

Die Hausherren, mit einem schnellen trickreichen Stürmer ausgestattet kamen dann wieder vor das Tor von Los Andes, Foul im Strafraum, der Schiri ließ weiterspielen. Auch eine interessante Methode, das Spiel endgültig aufzuzuckern. Zum Glück war dann gleich Halbzeit.

Die zweite Hälfte wurde genauso eröffnet wie die erste abgeschlossen wurde. Einige kleine Fouls, einige Zweikämpfe und dann hatten die Spieler von Los Andes die tolle Idee, am Platz eine Diskussionsrunde zu eröffnen. Der Schiri, erneut fasziniert, reagierte nicht. Diese Diskussionsrunde wurde anschließend mit einer kleinen Schlägerei abgerundet – wieder ohne Konsequenzen. Der Schiri unterhielt sich inzwischen auf türkisch mit einem Los Andes Spieler. Auch ned schlampert. Aber gut.


Dann war wieder Los Andes mit einer Chance dran: der Stürmer brach durch, sein Schuss ging über das Tor. Muss man auch mal schaffen. Gut.

Auf der anderen Seite gab es nach einem Foul an Torpedo einen Freistoß, der allerdings deutlich daneben ging. Das Gleich in Gelb auf der anderen Seite. Die dritte Chance nutzte Los Andes zum entscheidenden Schlag: Stürmer lief auf den Goalie los, Tschuk aufs Aug, danach Tor. Fazit: das Tor zählte, Los Andes wurde lediglich mit einer verschmerzbaren Gelben Karte „belohnt“. Hab ich auch noch nie gesehen, kenne mich in der DSG aber auch nicht so gut aus.

Inzwischen hat der Schiri seine Kartensammlung gefunden und verteilt munter in die Runde, er dürfte „einen Plan“ haben. Innerhalb weniger Minuten gab es 5 Gelbe Karten, ziemlich gerecht an beide Mannschaften verteilt, Los Andes führt knapp mit einer Gelben.

Nach einem Foul und anschließender „Manöverbesprechung“ bekam ein Spieler von Los Andes eine Gelb-Rote serviert, Los Andes hatte im Nachgang noch eine Top Chance, scheiterte aber am heute überragenden Tormann der Torpedo. Auf der Gegenseite ging ein Freistoß knapp über die Latte. Schade.

Um das Kräfteverhältnis wieder auszugleichen suchte sich der Schiri einen möglichst türkischsprechenden Spieler von Torpedo aus (er fand ihn auch) und schloss ihn wegen „Bedrohung“ (die hat nur er gehört) mit glatt Rot aus. Also 10 gegen 10. Klingt logisch, weil dann mehr Platz zum Spielen ist. Der Spielertrainer von Torpedo, der nachfragen wollte (da der Schiri blind und taub war tat er es lauter) bekam auch eine Gelbe Karte serviert.

Die letzte Viertelstunde war es allerdings ein sehr ansehnliches Spiel, nachdem die Mätzchen ausblieben lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch mit einigen guten Chancen, es fielen jedoch keine Tore mehr. So musste sich Torpedo Hietzing unglücklich mit 1-2 geschlagen geben. 



Samstag, 15. November 2025

FC Mauerwürg gegen FC 1980 Wien

 Das Geisterspiel…..

 

…..in Transdanubien. Der FC 1980 Wien nahm die lange Anreise auf sich, um früh am Sonntag, so gegen 9.45 am Gendarmerieplatz gegen den FC Mauerwürg anzutreten. Ja genau, es ist das erste Geisterspiel der Vereinsgeschichte. Vieles haben wir schon erlebt, Hitze, Kälte, Lichtausfall etc., ABER das ist etwas Neues: gerade in der Jubiläumssaison – der Verein ist ja 45 Jahre alt geworden – und wehe irgendwer traut sich zu behaupten, dass das kein Jubiläum ist. Für uns schon. 50 Jahre kann jeder Depp feiern, 45 nur der FC 1980 Wien – bekommen wir dieses Geschenk der Fussballgötter. Feiner gehts nimmer.

 


Also kommen wir noch etwas unausgeschlafen – Samstagabend ist ja immer a schware Gschicht – auf diesen vollkommen abgesandelten alten Gendarmerieplatz an, um unsere Burschen zum Sieg zu schreien also eher flüstern, weil wir alle ka Stimm mehr haben. Passt aber eh zum Geisterspiel denn wer hat schon mal schreiende Geister erlebt. Also ich nicht. Bin aber auch nicht so im Seancengeschäft tätig. Madame Esmeralda die Große mag mir verzeihen.

 


Die Mannschaft von Mauerwürg trat in dezentem Grauweiss an und nahm im Mittelkreis Aufstellung. Unsere Burschen, fesch in rotweiss gewandet, stellten sich daneben. Der Schiri dieses Spiels war Hugo Meisl, legendärer Funktionär seit über einem Jahrhundert. Also eine Topbesetzung für dieses epochale Spiel.

 


Dann pfiff der Schiri an und beide Mannschaften begannen, ein wunderbar ätherisches, körperloses Spiel aufzuziehen, viele kleine Fussballschmankerln erfreute die Zuseher, wobei die Gästefans in totaler Überzahl waren und dies auch den Burschen am „Rasen“ – das war eher eine Kuhweide – sehr gefiel. Dementsprechend schossen wir durch Husein Ademovic innerhalb von vier Minuten 3 Tore. Die Ekstase auf den Rängen war dementsprechend.

 


Mauerwerk, diesmal von Igor Yovic gecoached konnte sich von diesem Schock nur langsam lösen, hatte jedoch kaum Chancen. Ein schwach geschossener Freistoß vom Sechzehnereck war die einzige Ausbeute der Heimischen.

 


Nach der Pause ließen es unsere Burschen langsamer angehen, da der Mauerwürg die Luft ausgegangen ist. Nach einer Stunde erzielte Raphael Hofer das 4-0 und entschied das Geisterspiel endgültig. Ein weiterer Höhepunkt dieser Partie war die Einwechslung von Kurt Lanscha, der Tormann Artur Mrktichyan in Minute 75 ablöste. Eine wahrhaft würdige Aktion bei dieser epischen Partie. Und er machte es auch sehr gut: in Minute 87 konnte er einen harten Schuss aus dem Kreuzeck fischen, zwei Minuten später parierte er einen Elfmeter. Mauerwürg gelang heute überhaupt nichts und so konnten wir zufrieden nach Hause fahren.

Dort wurden die Ergebnisse der anderen Partien studiert und uns fiel auf, dass unser Spiel gegen Mauerwürg nicht nur am Ankerbrotplatz hätte stattfinden sollen sondern auch abgesagt wurde. Grandioser Abschluß dieses tollen Tages. Danke an alle, die dabei waren.