Samstag, 15. November 2025

FC Mauerwürg gegen FC 1980 Wien

 Das Geisterspiel…..

 

…..in Transdanubien. Der FC 1980 Wien nahm die lange Anreise auf sich, um früh am Sonntag, so gegen 9.45 am Gendarmerieplatz gegen den FC Mauerwürg anzutreten. Ja genau, es ist das erste Geisterspiel der Vereinsgeschichte. Vieles haben wir schon erlebt, Hitze, Kälte, Lichtausfall etc., ABER das ist etwas Neues: gerade in der Jubiläumssaison – der Verein ist ja 45 Jahre alt geworden – und wehe irgendwer traut sich zu behaupten, dass das kein Jubiläum ist. Für uns schon. 50 Jahre kann jeder Depp feiern, 45 nur der FC 1980 Wien – bekommen wir dieses Geschenk der Fussballgötter. Feiner gehts nimmer.

 


Also kommen wir noch etwas unausgeschlafen – Samstagabend ist ja immer a schware Gschicht – auf diesen vollkommen abgesandelten alten Gendarmerieplatz an, um unsere Burschen zum Sieg zu schreien also eher flüstern, weil wir alle ka Stimm mehr haben. Passt aber eh zum Geisterspiel denn wer hat schon mal schreiende Geister erlebt. Also ich nicht. Bin aber auch nicht so im Seancengeschäft tätig. Madame Esmeralda die Große mag mir verzeihen.

 


Die Mannschaft von Mauerwürg trat in dezentem Grauweiss an und nahm im Mittelkreis Aufstellung. Unsere Burschen, fesch in rotweiss gewandet, stellten sich daneben. Der Schiri dieses Spiels war Hugo Meisl, legendärer Funktionär seit über einem Jahrhundert. Also eine Topbesetzung für dieses epochale Spiel.

 


Dann pfiff der Schiri an und beide Mannschaften begannen, ein wunderbar ätherisches, körperloses Spiel aufzuziehen, viele kleine Fussballschmankerln erfreute die Zuseher, wobei die Gästefans in totaler Überzahl waren und dies auch den Burschen am „Rasen“ – das war eher eine Kuhweide – sehr gefiel. Dementsprechend schossen wir durch Husein Ademovic innerhalb von vier Minuten 3 Tore. Die Ekstase auf den Rängen war dementsprechend.

 


Mauerwerk, diesmal von Igor Yovic gecoached konnte sich von diesem Schock nur langsam lösen, hatte jedoch kaum Chancen. Ein schwach geschossener Freistoß vom Sechzehnereck war die einzige Ausbeute der Heimischen.

 


Nach der Pause ließen es unsere Burschen langsamer angehen, da der Mauerwürg die Luft ausgegangen ist. Nach einer Stunde erzielte Raphael Hofer das 4-0 und entschied das Geisterspiel endgültig. Ein weiterer Höhepunkt dieser Partie war die Einwechslung von Kurt Lanscha, der Tormann Artur Mrktichyan in Minute 75 ablöste. Eine wahrhaft würdige Aktion bei dieser epischen Partie. Und er machte es auch sehr gut: in Minute 87 konnte er einen harten Schuss aus dem Kreuzeck fischen, zwei Minuten später parierte er einen Elfmeter. Mauerwürg gelang heute überhaupt nichts und so konnten wir zufrieden nach Hause fahren.

Dort wurden die Ergebnisse der anderen Partien studiert und uns fiel auf, dass unser Spiel gegen Mauerwürg nicht nur am Ankerbrotplatz hätte stattfinden sollen sondern auch abgesagt wurde. Grandioser Abschluß dieses tollen Tages. Danke an alle, die dabei waren.



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