Sieg gegen Simmering….
….oder wie wir trotz blindem Schiedsrichter gewannen.
Der letzte Samstag im Oktober, sprich auch der letzte Oktobertag oder
Reformationsfeiertag wie die Protestanten so sagen ist angebrochen und wir
spielten gegen den Bezirksnachbarn aus Simmering. Das Wetter ist ausbaufähig
bis sehr mies, trotzdem wollte man das Spiel mit einem kleinen Fest feiern und
besorgte Leberkäse und jede Menge Bier. Man erwartete halt einige Leute. Auch Einlaufkinder
wurden „bestellt“ und kamen, ließen sich leider nicht schminken – warum auch
immer. Sie liefen dann aber trotzdem brav ein. Zum Entzücken der Eltern.
Dann begann das Spiel und wir wussten nach zehn Minuten: Der arme Schiri ist
blind. Schade Marmelade. Leider ist es für uns in Durchgang Eins nicht gut
gewesen, da er gleich zu Beginn ein gelbwürdiges Foul nicht mit Karte
bestrafte, zweimal ein Torout und mehrmals Unsportlichkeiten wie Leiberlziehen,
Runterdrücken etc. „übersah“. Simmering nutzte diese vorübergehende Sehschwäche
zu zwei Toren und ließ uns ratlos zurück, zumal wir mindestens fünf Sitzer
nicht verwandeln konnten. Ein Tor für uns ließ aber wieder ähnliches erhoffen
wie bei der Slovan. Aber wir brauchen halt einen Sieg in diesem Spiel.
Die Pause war ereignislos doch gleich nach Wiederanpfiff netzten wir zum
Ausgleich. Jetzt hieß es hoffen und supporten. Die Simmeringer waren jetzt nur
noch im Rückwärtsgang und „bufftn“ die Bälle nur noch nach vorne, 1980 immer im
Vorwärtsgang. Leider hatte der Schiri dann noch seine Einlagen, als er Ali
verwarnte, nachdem sein Gegenspieler gegen ihn prallte und hinfiel. In der
folgenden Diskussion – die beiden dürften sich „gern“ haben – kam dann noch der
legendäre Satz vom Schiri: „Wir machen da ka Äktschn“. Ahja, dann soll er sich
an seine eigenen Worte halten. Haben wir ihm auch deutlich und höflich
mitgeteilt.
Als schon alle mit einem Unentschieden rechneten, pfiff der Schiri überraschenderweise
in der Nachspielzeit einen Elfer für uns, der präzise verwandelt wurde. Jetzt
war alles Jubel, Trubel, Heiterkeit. Einige Schreiduelle und Schubsereien nach
Abpfiff rundeten das Fussballfest ab.
JUBEL!








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